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Mit der Ehrung »Junge Schmuckkunst im Museum« zeichnet der Förderverein des Schmuckmuseums Pforzheim, kurz ISSP, jedes Jahr junge Schmuckschaffende aus, die in ihrer Arbeit bestätigt und gefördert werden sollen. Mit dem Ankauf von Schmuckstücken erweitert der Verein gleichzeitig die moderne Sammlung des Museums.

Im Jahr 2026 fiel die Wahl des Förderankaufs auf den Ring OFOR des Schmuckkünstlers Chidimma Omeke. Er verbindet traditionelle westafrikanische Symbolik mit zeitgenössischem Design. Der Ring greift das »Ofor«-Symbol der Igbo-Kultur aus Nigeria auf, das für Wahrheit, Recht und Autorität steht. Dieses ursprünglich immaterielle Konzept wird hier in Materialien wie Holz, Silber, Leder und synthetischem Rubin in eine tragbare Form übersetzt. Besonders wichtig ist die Idee einer fortlaufenden Transformation von Identität, die sich in einem zyklischen Prozess immer wieder verändert und erneuert. Der Schmuck wird so nicht nur zu einem Objekt, sondern zu einem Träger von Bedeutung und kultureller Erinnerung. Gleichzeitig reflektiert die Arbeit, dass Wahrheit heute vielschichtig und subjektiv verstanden wird. In dieser Verbindung von Tradition und persönlicher Interpretation liegt die besondere Stärke des ausgezeichneten Entwurfs.

Die Auszeichnung fördert junge Schmuckschaffende zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn. Im Rahmen eines Künstlergesprächs übergibt der Förderverein das Schmuckstück an die Museumsleiterin Friederike Zobel für die moderne Sammlung des Schmuckmuseums Pforzheim.

 

Hier stellt sich der Künstler und seine Arbeit kurz vor:

Video (bitte anklicken)