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»Junge Schmuckkunst im Museum« 2009
Verleihung des ISSP Förderpreises an Susanne Wolbers

Susanne Wolbers überzeugt durch die Einbeziehung von Baumpilz und echtem Pelz; diese überführt sie sehr feinfühlig in eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und der daraus resultierenden eigenen Prägung, ohne die Eigenart der Materialien zu beschädigen. Ihre Schmuckstücke sind sowohl faszinierend, fesselnd als auch schockierend und besitzen dadurch die Kraft, die Selbstreflektion des Betrachters anzuregen.

Sie beschreibt ihre Arbeit: „GangArt – Die Kunst des Gehens: Beim Wandern in der Natur betrete ich eine neue Welt, in der es keine Normen, Konventionen und gesellschaftlichen Zwänge gibt. Die natürliche Stille sowie eine unendliche Vielfalt visueller Eindrücke engen mich nicht ein, sondern bieten mir vielmehr die Möglichkeit zum Beobachten und Entdecken. In den Arbeiten führen diese Erfahrungen zu einem einzigartigen, aber doch respektvollen Umgang mit Pelz, der erstaunlich neue Definitionen von Schönheit zulässt und unsere gängigen Meinungen, Vorurteile und Wertvorstellungen hinterfragt.“

Die 1978 in Saarbrücken geborene Schmuckkünstlerin Susanne Wolbers hat nach ihrer Ausbildung zur Goldschmiedin in Hamburg 2009 ihr Studium an der Hochschule Pforzheim bei Prof. Johanna Dahm, Prof. Jens-Rüdiger Lorentzen und Prof. Andi Gut abgeschlossen. Ein Austauschsemester verbrachte sie an der Konstfack in Stockholm bei Prof. Ruudt Peters und Prof. Karen Pontoppidan, ihr Praxissemester in Neuseeland bei Warwick Freeman. Von 2007-2009 war sie Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung und erhielt 2009 den Marzee Graduate Prize.